Junge Antilopen im Basler Zolli

Die Antilopen im Zoo Basel haben Nachwuchs. Ein Kleines Kudu hat Mitte Februar einen Bock geboren. Bei den Rappenantilopen gab es gegen Ende März und am 10. April zwei weibliche Jungtiere. Bald soll es noch mehr geben.

Der junge Bock bei den Kleinen Kudus heisst «Pepo», wie der Zoo am Mittwoch mitteilte. Unter den aufmerksamen Augen des Muttertiers «Jina» bewegt sich der am 19. Februar geborene «Pepo» im Aussengehege und äst bereits Blätter.

Die beiden Jungen bei den Rappenantilopen erhalten bald Gesellschaft, denn drei weitere Weibchen sind gemäss Zooangaben trächtig.

Beide Antilopenarten sind wie die einheimischen Rehe sogenannte Ablieger. Das Muttertier lässt sein Junges an einem geschützten Ort und hält sich in einiger Entfernung auf. Zweimal im Tag besucht es das Kleine und säugt es. Das Jungtier hat noch keinen Eigengeruch. Damit das so bleibt, leckt das Weibchen ihm das Hinterteil.

Tiere aus Ostafrika

Die hellbraunen Rappenantilopen-Jungen sind in ihrem Versteck vor Raubtieren gut geschützt. Erst nach drei Wochen gesellen sie sich zur Herde.

Rappenantilopen gehören zu den Pferdeböcken. Sie sind gross und wehrhaft. Die Tiere leben in Herden bis zu dreissig Tieren, die meist aus einem Bock sowie mehreren Kühen und Jungtieren bestehen. Weibchen achten auf eine Art von Altersrangordnung. Die Tiere kämpfen mit ihren langen säbelartigen Hörnern, die bei Männchen besonders kräftig sind.

Im Kampf knien Rappenantilopen nieder und versuchen sich mit den Hörnern in einem unblutigen Kräftemessen wegzudrücken. Gegen Raubtiere setzen sie ihre Waffen auch direkt ein. Rappenantilopen sind in Ostafrika, Angola, Sambia und im nördlichen Südafrika verbreitet.

Auch die Kleinen Kudus besiedeln die Savannen in Ostafrika. Die scheuen und zierlichen Tiere sind gemäss dem Basler Zoo selten geworden. Bejagung inklusive Wilderei und Lebensraumverlust machen ihnen das Leben schwer. Die Weltnaturschutz-Organisation schätzt den Bestand auf unter 120’000 Tiere. Der Zoo Basel züchtet Kleine Kudus seit 1956. Bei ihnen tragen nur die Männchen ein schraubenförmiges Gehörn.