«Keine Mehrbelastung für die natürlichen Personen»

Der Kanton Schwyz soll mit tiefen Steuersätzen für alle Unternehmen und juristischen Personen finanziell attraktiv bleiben. Bild Archiv

Ab sofort läuft im Kanton Schwyz die Vernehmlassung zur Steuervorlage 17 mit zwei Varianten.

Der Zeitplan ist ehrgeizig: Die Umsetzung der Steuervorlage 17 und jene über die Nachführung von Bundesrecht sollen am 1. Januar 2020 in Kraft treten. «Es ist wichtig, diesen Termin auch mit einem allfälligen Referendum einzuhalten», sagt Kaspar Michel, Landesstatthalter und Vorsteher des Finanzdepartements. Das Ziel, den Wirtschaftsraum Schwyz deutlich zu stärken, kann einerseits auf zwei Wege erreicht werden; der Variante Steuersatzsenkung oder der Variante Gesamtsteuersatz. «Der Regierungsrat schickt beide Umsetzungsvarianten in die Vernehmlassung. Zugleich wird die Vernehmlassung zur Nachführung von übrigem Bundessteuerrecht eröffnet», sagt Kaspar Michel.

Die wichtigste Botschaft von Kaspar Michel für die Schwyzer lautet: «Es gibt keine Mehrbelastung für die natürlichen Personen». Denn die Umsetzung der SV17 bringt dem Kanton rund 29 Mio. Franken zusätzliche Mittel aus der direkten Bundessteuer. Bezirke, Gemeinden und Kirchgemeinden sollen wegen der Tarifreduktion bei den juristischen Personen während acht Jahren einen Ausgleich aus diesen Mitteln erhalten. Überdies müssen Dividenden wegen der bundesrechtlich vorgegebenen Mindestbesteuerung mit mindestens 70 Prozent (heute 50) besteuert werden. Das würde alleine für den Kanton jährlich rund 17 Mio. Franken Mehreinnahmen ergeben.