Spektakuläre Aufräumarbeiten im Natur- und Tierpark Goldau

Einige der Bäume, die beim Sturm Burglind zu Fall kamen, müssen nun wegen der Gefahr des Borkenkäfer-Befalls ausgeflogen werden. Bild Tierpark Goldau

Vor knapp drei Monaten richtete der Sturm Burglind im Natur- und Tierpark Goldau grosse Schäden an. Einige der über 50 Bäume, die damals zu Fall kamen, werden diese Woche per Helikopter ausgeflogen – der Hauptgrund dafür ist der Borkenkäfer.

Die wichtigsten und dringendsten Aufräumarbeiten konnten durch die Mitarbeitenden des Natur- und Tierparks Goldau direkt nach dem Sturm Burglind erledigt werden: Zäune flicken, Bäume von den Gehwegen räumen, Ordnung schaffen. Was aber im wahrsten Sinne des Wortes liegenblieb, waren rund 50 Bäume im für Besuchende nicht begehbaren Gelände.

Um die Biodiversität zu fördern, hätte man diese Bäume gerne liegen gelassen; schafft Totholz doch Lebensraum für diverse Pilze, Moose, Flechten, Schnecken, Käfer und Vögel. Nach Besichtigungen der betroffenen Gebiete mit dem Revierförster des Kantons Schwyz, Sigi Weber, wurde klar: Die Bäume liegenlassen birgt grosse Risiken. Denn der grosse Teil der umgeknickten Bäume sind Fichten – eine Baumart, die gerne vom Buchdrucker befallen wird, einer Käferart aus der Unterfamilie der Borkenkäfer. Gerade wenn die Witterung dem Buchdrucker entspricht, kann sich dieser enorm vermehren und ganze Bestände von Fichten zerstören. So könnte das Liegenlassen der Fichten die verbleibenden, gesunden Fichten und damit den Wald im Natur- und Tierpark Goldau bedrohen. Laubbäume, die dem Sturm zum Opfer fielen, werden als Totholz für die Förderung der Kleinlebewesen und Vögel im Park liegen gelassen.

Grosszügiges Angebot aus Schindellegi

Direkt nach dem Sturm Burglind im Januar erhielt der Natur- und Tierpark Goldau das grosszügige Angebot der Robert Fuchs AG «Fuchs Helikopter» aus Schindellegi, die Aufräumarbeiten unentgeltlich zu unterstützen und wo benötigt Bäume auszufliegen. Ein wahrer Glücksfall für den Tierpark – aber auch für den Unterlastpiloten in Ausbildung, der so Trainingsstunden absolvieren konnte.

Die Arbeit wurde auf zwei Tage aufgeteilt: Gestern Montag, 26. März, wurden rund 40 Flüge gemacht, ein zweites Datum für die ausstehenden 20 – 30 Flüge wird noch definiert.

Für die Aufforstung wird der Tierpark von diversen Organisationen unterstützt. Diese Arbeiten werden dann in den kommenden Wintern realisiert. (pd)