Hunderte Rechtsextremisten bei Fackelmarsch in Sofia

In der bulgarischen Hauptstadt Sofia haben am Samstagabend hunderte Rechtsextremisten an einem Fackelmarsch teilgenommen. Sie erinnerten damit an den bulgarischen General und Politiker Christo Lukow.

Dieser hatte Nazi-Deutschland während des Zweiten Weltkriegs unterstützt und war für antisemitischen Ansichten bekannt. Die schwarz gekleideten Teilnehmer marschierten durch die Innenstadt von Sofia.

«Wir wehren uns dagegen, Antisemiten, Neonazis oder Faschisten genannt zu werden», sagte der Anführer der Demonstration, Swedomir Andronow, der Nachrichtenagentur AFP. «Wir sind einfach Nationalisten.»

An dem Marsch nahmen auch dutzende Rechtsextremisten aus anderen europäischen Ländern teil. Der Schwede Robert Eklund von der Nordischen Widerstandsbewegung sagte, er sei gekommen, um «gegen einen gemeinsamen Feind zu kämpfen – Multikulturalismus, Globalisierung und die EU». Bulgarien hat derzeit den EU-Ratsvorsitz inne.