Bund bewilligt Import von 8000 Tonnen Äpfeln

Das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) hat den Import eines Zusatzkontingents von 8000 Tonnen Äpfeln bewilligt. Die Einfuhren sind für Januar bis Ende April vorgesehen. Diesen Notfallplan verlangte die Obstbranche wegen der mageren Apfelernte.

Wegen des Frosts im April brach die einheimische Apfelernte 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 35 Prozent auf 40’000 Tonnen ein. Die Schweizer Obstbranche beantragte deshalb den Import von 6000 Tonnen Äpfeln von Januar bis März.

Das BLW erlaubte schliesslich ein Kontingent von 8000 Tonnen für die Monate Januar bis April, wie die «Aargauer Zeitung» am Mittwoch berichtete. Roger Maeder vom Verband des Schweizerischen Früchte-, Gemüse- und Kartoffelhandels swisscofel bestätigte das gegenüber der Nachrichtenagentur sda.

Eigentlich sind gemäss einer Bundesverordnung Apfelimporte nur ab April erlaubt und auf 2500 Tonnen limitiert. Das ausserordentlich magere Erntejahr 2017 rief aber nach besonderen Massnahmen.

Ziel der Importe ist eine Ergänzung des einheimischen Sortiments. Ohne die 8000 zusätzlichen Tonnen würden in den Regalen ab Mitte April oder Mitte Mai nur noch wenige Schweizer Sorten zu finden sein.

Allerdings ist die Suche nach Äpfeln auf dem europäischen Markt derzeit nicht leicht, da auch dort die Apfelernten geringer ausfielen als normal. Anfangs Mai erscheinen somit Äpfel aus Übersee in den Schweizer Geschäften. Aber selbst bei diesen fiel die Ernte unterdurchschnittlich aus.

Bei den Birnen sind Zusatzimporte bereits seit Mitte Dezember erlaubt – und zwar unlimitiert.