Mann schoss in Italien aus Auto: Sechs Afrikaner verletzt

In der italienischen Stadt Macerata hat ein 28-jähriger Italiener am Samstag aus dem Autofenster heraus auf Menschen geschossen und dabei sechs afrikanische Migranten verletzt. Diese wurden ins Spital eingeliefert.

Der Mann feuerte an mehreren Orten der Stadt auf Afrikaner, bevor er nach einer Verfolgungsjagd von der Polizei festgenommen wurde. Vermutet wird ein rassistischer Hintergrund.

Der Mann, der eine italienische Flagge auf den Schultern trug, zeigte einen faschistischen Gruss mit dem ausgestreckten rechten Arm, als er sich widerstandslos von der Polizei festnehmen liess, berichtete die italienische Nachrichtenagentur ANSA. Die Beamten stellten eine Pistole sicher. Der Mann wurde in eine Polizeikaserne gebracht, wo er seine Tat gestand.

Der 28-Jährige hatte am Vormittag für Panik auf den Strassen Maceratas gesorgt. Die Polizei leitete eine Grossfahndung nach dem Wagen ein. Die öffentlichen Verkehrsmittel in der Stadt in der Adria-Region Marken wurden gestoppt. Der Bürgermeister, Romano Carancini, appellierte per Facebook an die Bürger, nicht ausser Haus zu gehen.

Die Tat ereignete sich nur wenige Tage, nachdem die zerstückelte Leiche einer 18-jährigen Italienerin in zwei Koffern entdeckt worden war. Ein aus Nigeria stammender Migrant und Drogendealer sitzt deshalb in Untersuchungshaft. Eine Racheaktion wird vermutet.