Berner Kantonspolizei verhaftet zwei mutmassliche Betrüger

Richtigen Polizisten ist es am Montag im Kanton Bern gelungen, zwei «falsche Polizisten» dingfest zu machen. Die beiden mutmasslichen Betrüger hatten versucht, ein Opfer um mehrere zehntausend Franken zu erleichtern. Doch dann klickten die Handschellen.

Das Opfer war misstrauisch geworden und hatte die richtige Polizei eingeschaltet. Dieser gelang es, zwei in Deutschland wohnhafte Georgier festzunehmen.

Zuvor war die Bernerin von einer akzentfrei hochdeutsch sprechenden Frau angerufen worden, die sich als Polizistin ausgab. Sie machte die Bernerin glauben, ein Krimineller sei an ihre Bankdaten gelangt und werde ihre Konten hacken.

Die deutschsprechende Frau und zwei Männer bearbeiteten die Bernerin so lange, bis sie mehrere zehntausend Franken abhob. Ein Polizist werde das Geld am Nachmittag bei der Frau zu Ermittlungszwecken abholen, gaukelten die Betrüger der Bernerin vor.

Tatsächlich tauchte wenig später ein Mann bei der Bernerin auf, um das Geld abzuholen. Die Frau wurde misstrauisch und verlangte einen Ausweis. Als der Mann daraufhin ohne Geld verschwand, alarmierte die Bernerin die Kantonspolizei.

In letzter Zeit haben sich Betrugsversuche durch «falsche Polizisten» gehäuft. Diese rufen scheinbar von der Polizeinotrufnummer 117 aus an. Auch nach der Festnahme der beiden mutmasslichen Täter gingen Meldungen zu solchen Betrugsversuchen bei der Polizei ein.

Diese mahnt zur Vorsicht. Sie melde sich nie über die Notrufnummer 117 bei Bürgerinnen und Bürgern. Im Zweifelsfall Telefon auflegen und die richtige Polizei verständigen, so der Ratschlag der Berner Kantonspolizisten.