Umfangreiche Bauarbeiten schränken Angebot auf SBB-Netz ein

Im kommenden Jahr müssen sich Bahnreisende im Viereck Luzern-Olten-Basel-Zürich auf umfangreiche Bau- und Unterhaltsarbeiten einstellen. Dies hat in den Randstunden ein eingeschränktes Fahrplanangebot zur Folge.

Mit diesen Massnahmen will die SBB erreichen, dass die Betriebsstabilität während der Hauptverkehrszeiten möglichst wenig beeinträchtigt wird. Geplant sind für die Instandhaltungs- und Bauarbeiten nächtliche Zeitfenster zwischen Sonntag und Donnerstag ab 22 Uhr.

Zudem sperrt die SBB auch ganze Streckenabschnitte, so im Sommer 2018 auf der Strecke Lausanne-Puidoux. Durch die Totalsperrung kann die Bauzeit von acht Monaten auf rund sieben Wochen reduziert und die Kosten von 46 auf 27 Millionen Franken gesenkt werden.

Sämtliche Änderungen und Ersatzkonzepte werden in die gedruckten und elektronischen Fahrplänen aufgenommen und frühzeitig kommuniziert, wie die SBB am Freitag im Rahmen der Vorstellung des Fahrplans 2018 bekannt gab.

Vom Fahrplanwechsel am 10. Dezember dieses Jahres profitiert vor allem die Westschweiz. Die SBB bietet auf ihrem Streckennetz in der Romandie mehr Direktverbindungen und mehr Sitzplätze an.

Nach der Inbetriebnahme des Gotthard-Basistunnels wird der internationale Personenverkehr auf der Nord-Süd-Achse erneut ausgebaut. Neu wird eine tägliche Verbindung zwischen Zürich und Venedig eingeführt. Zudem verkehrt pro Tag ein Zugspaar direkt von Frankfurt nach Mailand.

Der Fahrplanentwurf ist ab dem 29. Mai auf der Seite www.fahrplanentwurf.ch online. Fahrplanbegehren und Unstimmigkeiten in den Fahrplanentwürfen können bis am 18. Juni gemeldet werden.