Kibag-Pläne sind blockiert

Der Streit um den Kiesabbau im Girendorf in Tuggen geht weiter. Bild Archiv

Gegen das Grundwassermonitoring in der Kibag-Grube Girendorf wurde Einsprache erhoben.

Mittels Kernbohrungen und der Installation sogenannter Piezometern will die Kibag in der Kiesgrube Girendorf in Tuggen den Grundwasserstand überprüfen. Nicht etwa einmalig, sondern auf längere Zeit und engmaschiger als eigentlich nötig (wir berichteten). Damit möchte das Unternehmen im Hinblick auf eine neue Abbaubewilligung Gewissheit über ein allfälliges Grundwasservorkommen erlangen. Gegen das entsprechende Baugesuch haben die benachbarten Gebrüder Schätti Anfang Monat eine 17-seitige Einspracheschrift eingereicht. Der seit Jahren andauernde Kleinkrieg zwischen den zwei Bauern und der Bauunternehmung erhält somit ein weiteres Kapitel.

Bei Kibag-Regionalleiter Beat Minder löst die Einsprache Unverständnis aus. «Die beiden Brüder verhindern alles, was wir tun. Sie ermöglichen es uns nicht einmal, sauber zu deklarieren, ob und wo es Grundwasservorkommen hat», ärgert er sich. Noch mehr: «Sie verurteilen unser Entgegenkommen als Charme-Offensive.» Dabei könnte das Ergebnis dieses Grundwassermonitorings zugunsten der Nachbarn – also gegen die Kibag – ausfallen.

Grund sind «falsche Angaben»
Herbert Schätti als Vertreter der Einsprecher bezichtigt in der Begründung der Einsprache das Baugesuch als «fehlerhaft» und sieht «schwere Mängel von hohem Gewicht für die weiteren Verfahrensschritte». Er rügt unter anderem die «nicht eindeutig und rechtskonform bezeichneten Koordinaten der Bohrungen», «falsche Angaben und fehlende relevante Angaben» sowie die «Aussagekraft der Bohrstellen.» «Wenn es Schättis besser wissen als die Geologen, dann sollen sie sagen, wo wir bohren müssen», so Minder. (sigi)

Ausführlicher Bericht in der Ausgabe vom Donnerstag, 18. Mai 2017.