«Wir sind bereit zu kämpfen»

Die Gründungsmitglieder von iGroove: (v.l.) Dennis Hausammann, Géraldine Allemann und Moris Marchionna.

Vor einem Jahr nahm der Global Player Microsoft das kleine Start-up iGroove mit Sitz in Lachen unter seine Fittiche. Mittlerweile herrscht in der einst so guten Beziehung dicke Luft.

Es ist nicht lange her, da prognostizierte Microsoft dem jungen Unternehmen iGroove aus Lachen eine grosse Zukunft. Es könne «möglicherweise der nächste grosse Player im Musikbusiness werden», hiess es. Der Branchenriese unterstützte das aufstrebende Start-up auf seinem Weg und nahm es gar in ein Förderprogramm auf.
Nach Beendigung des Programms schlägt Microsoft jetzt aber plötzlich andere Töne an. So meldeten sich kürzlich die Anwälte des Branchenriesen aus den USA in Lachen. Der Grund: iGroove – bislang nur aktiv in deutschsprachigen Ländern – wollte sich das Markenschutzrecht für die ganze EU sichern. Dies passt Microsoft nicht, da man selbst ein Online-Radio mit ähnlichem Namen auf dem Markt habe. Bei iGroove vermutet man aber noch einen anderen Grund, weshalb Microsoft diesen Schritt macht: drohende Konkurrenz. Mitgründer Moris Marchionna kündigt deshalb an: «Wir sind bereit zu kämpfen». (obo)

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