SBB testet Erdwärmepumpe für Weichenheizungen

Die SBB hat auf ihrem Streckennetz rund 6800 Weichenheizungen installiert. 37 Prozent der Heizungen werden mit Gas betrieben, 63 Prozent elektrisch. Das Bahnunternehmen sucht nun aber im Rahmen seiner Energiestrategie nach Alternativen.

Wie die Gemeinde Eschenbach am Freitag mitteilte, realisiert die SBB im örtlichen Bahnhof im Mai eine Demonstrationsanlage für eine geothermische Weichenheizung. Die Heizung funktioniere wie in einem Einfamilienhaus über eine Erdsonde und mit einer Wärmepumpe, teilte die SBB auf Anfrage mit. Die Wärme werde dann durch Leitungen zu den Schienen geführt.

In Eschenbach sollen zwei Weiche mit einer Wärmepumpe beheizt werden. Die SBB wählte diesen Bahnhof aus, weil dort die Erneuerung der Propanbehälter der Weichenheizung ansteht und die Rahmenbedingungen stimmen.

Im Ausland werden mit Wärmepumpen betriebenen Weichenheizungen bereits eingesetzt. Die SBB will in Eschenbach herausfinden, ob und wann in der Schweiz mit Wärmepumpen betriebene Weichenheizungen eine Alternative zu den konventionellen Gas- und Elektroheizungen sein könnten.

Für die Demonstrationsanlage erwartet die SBB Energieeinsparungen von rund 30 Prozent. Spätere Anlagen könnten aufgrund der im Test gemachten Erfahrungen aber noch besser abschneiden.

Am mehrjährigen Versuch beteiligt ist das Bundesamt für Verkehr (BAV). Dieses übernimmt einen Teil der auf 450’000 Franken veranschlagten Projektkosten.