Zwei Schwyzer Millionäre beziehen Ergänzungsleistungen

Der Geschäftsleiter der Ausgleichskasse/IV-Stelle Schwyz, Andreas Dummermuth, hofft, dass der Missstand behoben werden kann. Bild Archiv
Der Geschäftsleiter der Ausgleichskasse/IV-Stelle Schwyz, Andreas Dummermuth, hofft auf eine Revision des Bundesgesetzes über die Ergänzungsleistungen.

Brandneu, sei die Meldung. Der Geschäftsleiter der Ausgleichskasse/IV-Stelle Schwyz, Andreas Dummermuth, führte gestern bei der Präsentation des Geschäftsberichts aus: «Wir haben nun einen zweiten Fall, in dem ein Millionär Ergänzungsleistungen bezieht.» Das sei mehr als störend, so Dummermuth. Das betroffene Ehepaar verfüge über ein Bruttovermögen von 1 079 354 Franken. Die Frau befinde sich sehr pflegebedürftig in einem Heim, und mit all den dadurch verbundenen Abzügen führe dies dazu, dass dem Ehepaar Ergänzungsleistungen zugesprochen werden müssen. «Wir haben den ganzen Fall dreimal angeschaut, aber wir kommen aufgrund der Gesetzeslage nicht drumherum, diese Leistungen zu sprechen», kritisierte Andreas Dummermuth. «Das ist eine Fehlentwicklung, die durch die Revision des Bundesgesetzes über die Ergänzungsleistungen zu korrigieren ist.»Ergänzungsleistungen würden aus Steuergeldern finanziert und dienten der Existenzsicherung. Bei dieser Vermögenslage könne jedoch nicht von Existenzsicherung gesprochen werden. «Statt dass man bei den wirklich Bedürftigen die Ergänzungsleistungen generell kürzt, soll der Gesetzgeber die hohen Abzüge herunterfahren, damit solche Fälle nicht mehr vorkommen», forderte Dummermuth. (fan)

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